Unser Regiment

Das von uns für die Darstellung gewählte Infanterie-Regiment Königin ist das sechste Regiment in der Hierarchie der kursächsischen Armee. Aufgestellt wurde es 1682 durch Oberst von Kanne, der es noch im selben Jahr an Oberst von Kuffer übergab. 1689 folgten ihm Oberst von Utterodt und 1697 Oberst von Neitschütz. Ab 1699 war es Königin Christiane Eberhardine´s Leibregiment und trug daher ab 1700 bis zu ihrem Tode 1727 den Namen „Königin“. Während des Zeithainer Lustlagers 1730 war Oberst von Haxthausen sein Chef. Mit dem gleichnamigen Regiment während der Schlesischen Kriege und des Siebenjährigen Krieges hat es nichts zu tun, da es sich dabei um das vierte Regiment der kursächsischen Anciennitätsfolge handelte - das ehemalige Regiment Kurprinz (1700-1729). Seit 1744 hieß unser Regiment Prinz Johann Adolf von Sachsen-Gotha.

Die Rekruten des Regiments wurden in der Niederlausitz und im Kurkreis angeworben - nicht immer freiwillig. Während des Großen Nordischen Krieges kämpfte es in den meisten großen Schlachten in Polen, schwedisch-Livland und Pommern. Außerdem focht es unter dem Kommando der Generale Wackerbarth und Schulenburg im Spanischen Erbfolgekrieg zwischen 1705 und 1709 als Teil der Reichsarmee gegen das Frankreich Ludwig XIV. Dieser Einsatz der kursächsischen Armee in den Spanischen Niederlanden gehört zu den bisher vergessenen und vernachlässigten Kapiteln der augusteischen Militärgeschichte.